Digitales Lernen während der Corona-Pandemie

Hinweis des Studiendekans zur digitalen Lehre im Sommersemester 2021

Liebe Studierende,

ich hoffe, es geht Ihnen und Ihren Freunden und Familien trotz der weiterhin schwierigen Gesamtlage gut.

Das Sommersemester 2021 ist das dritte „Corona“-Semester und wir hatten alle gehofft, dass sich die Lage bessert, aber wir müssen uns noch gedulden.

Die Bayerische Staatsregierung hat das aktuell geltende Verbot der Präsenzlehre an Hochschulen vorerst bis zum 18.4. verlängert. Angesichts der aktuellen Pandemielage ist nicht anzunehmen, dass diese Regelung nach dem 18.4. aufgehoben wird. Ich hoffe allerdings sehr, dass die Bibliotheken – auch unsere Teilbereichsbibliothek – weiter offen bleiben dürfen.

In jedem Fall starten wird in das Sommersemester komplett digital. Ich weiß, dass wir uns das alle anders gewünscht haben, aber es lässt sich nicht ändern. Alle Veranstaltungen werden – wie auch im Wintersemester 2020/2021 – digital stattfinden. Der Fachbereich wird dabei das Konzept verschiedener Online-Formate fortsetzen. Bitte informieren Sie sich auf StudOn oder den Seiten der Lehrstühle, wie die von Ihnen geplanten Veranstaltungen angeboten werden. Wie in den vergangenen Semestern auch, werden alle geplanten Veranstaltungen angeboten, so dass Sie weiter ordnungsgemäß studieren können.

Ob sich die Lage in der zweiten Semesterhälfte oder gegen Ende der Vorlesungszeit ändert, ist derzeit nicht absehbar. Falls das Verbot der Präsenzlehre aufgehoben wird, sind kleinere Präsenzveranstaltungen unter Beachtung der bekannten Hygieneregeln (Maskenpflicht, Abstand, Lüften) denkbar. Auch hierüber werden Sie informiert werden.

Noch können wir auch nicht sicher sagen, welche Prüfungsformate im Juli möglich sind. Die Erfahrungen mit den Open Book-Klausuren im Wintersemester haben gezeigt, dass diese Prüfungsform eine denkbare Alternative ist, aber natürlich auch mit Problemen und Nachteilen behaftet ist. Herzlichen Dank an alle, die sich an der Umfrage der Fachschaftsinitiative zu den Open Book-Klausuren beteiligt haben. Ihre Einschätzungen sind wichtig und wir werden sie berücksichtigen.

Was uns und Ihnen in der Pandemie am meisten fehlt, ist der persönliche Kontakt und Austausch. Natürlich sind Zoom-Konferenzen kein Ersatz für echte Begegnungen im oder vor dem Hörsaal, auf den Gängen des Juridicums und in der Bibliothek, aber ich möchte Sie gerne ermuntern, auch in digitalen Formaten dem Kontakt untereinander und mit Ihren Dozent*innen zu suchen. Vielleicht lassen sich auch kleinere virtuelle Treffen organisieren, damit man im Kontakt bleibt bzw. sich kennenlernt.

Ich weiß, dass Sie derzeit viele Entbehrungen hinnehmen müssen und das echte Studium und das Studierendenleben vermissen, aber ich bin sicher, dass spätestens das nächste Semester – jedenfalls teilweise – wieder normal sein wird. Falls Sie sich in einer schwierigen Lage befinden, nutzen Sie die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Universität und des Fachbereichs und bleiben Sie auch untereinander solidarisch!

Bei Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und wünsche jetzt aber erst einmal ein paar ruhige Tage, bevor das Semester wieder los geht.

Herzliche Grüße

Prof. Dr. Markus Krajewski
Studiendekan
Fachbereich Rechtswissenschaft

Einige (nicht abschließende) Tipps zum juristischen Lernen im digitalen Raum

  • Arbeiten Sie digitales Material wirklich durch. Sie können sich momentan nicht darauf verlassen, dass Ihnen noch etwas im Präsenzkurs erklärt wird. Dies gilt besonders für zur Verfügung gestellte juristische Fälle und Lösungen. Sollen diese in einer Live-Veranstaltung besprochen werden, müssen Sie Fall und Lösung vorher kennen!
  • Nutzen Sie die üblichen Zeitslots der Veranstaltungen für die Vor- und Nacharbeit bzw. die Arbeit am digitalen Material. Der Stundenplan für die Präsenzlehre gilt am Fachbereich Rechtswissenschaft auch für die digitale Lehre.
  • Nutzen Sie weiterhin analoge Arbeitsmittel (Stift, Zettel, gedrucktes Gesetz). Oft prägt sich der Inhalt (z. B. von Gesetzesstellen besser ein, wenn Sie das gedruckte Gesetzeswerk neben dem Bildschirm liegen haben (wie auf dem Beitragsbild). Vor allem können Sie dann auch direkt in das Gesetz hineinkommentieren.
  • Halten Sie sich selbst auf dem Laufenden! Stärker als in der Präsenzlehre sollten Sie versuchen, nie den Anschluss zu verlieren. Dazu hilft es, das Material (z. B. Videos) stets zu sichten und sich wichtige Punkte (z. B. Gliederung eines bestimmten Rechtsgebiets aus der Vorlesung, Prüfungsschemata) zu notieren. Auf dieser Basis können Sie dann später immer noch die Wiederholung angehen.
  • Nutzen Sie Kommunikationsmöglichkeiten von sich aus! V.a. in Falllösungsveranstaltungen sollten Sie versuchen, unmittelbar eine Frage zu formulieren, wenn Sie etwas nicht verstehen. Die Frage können Sie dann auch notieren und später (z. B. in einem digitalen Forum) stellen.

Online-Lernmodul „Juristisches Lernen im digitalen Raum“

Die studentischen Hilfskräfte der Serviceeinheit „Lehre und Studienberatung“ haben für Sie im Kurs „Gemeinsam statt einsam: Lerngruppenvermittlung & Lerntipps im Jurastudium“ ein Lernmodul „Juristisches Lernen im digitalen Raum“ vorbereitet.

Dort finden Sie noch viel mehr Tipps und Tools und auch die Möglichkeit, eine Online-Lerngruppe für das Sommersemester 2020 zu gründen.

Weitere Tipps?

Wir sammeln auf dieser Seite gerne Ihre Tipps und Erfahrungen zum juristischen Lernen auf Basis der digitalisierten Lehrveranstaltungen.

Eine kurze Mail an jura-studienberatung@fau.de genügt!